Radfahrer in Isselburg besser schützen

„Wir wollen Radfahrer in Isselburg besser schützen. Zum Überholen muss genug Platz da sein. Ist die Straße nicht breit genug, muss das Überholen von Radfahrern untersagt werden. Hierfür wollen wir die jüngste Änderung der Straßenverkehrsordnung nutzen. Mit ihr wurden nicht nur Mindestabstände zum Überholen von Fußgängern und Radfahrern eingeführt. Es kann auch ein Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Fahrzeuge angeordnet werden“, erklärt FDP-Stadtratskandidat André Lübbers.

Die FDP-Fraktion im Stadtrat von Isselburg beantragt deshalb für die nächste Ratssitzung, das Überholverbot nach dem neuen Zeichen 277.1 für die Straßen Dierteweg und Pferdehorster Straße anzuordnen. Dort sei die Fahrbahn nicht breit genug, um beim Überholen einen Sicherheitsabstand von mindestens 2 Metern zu gewährleisten. „Sowohl auf dem Dierteweg als auch auf der Pferdehorster Straße ist der Radverkehr nicht die vorherrschende Verkehrsart. Daher wird die Ausweisung von Fahrradstraßen dort schwierig. Radfahrer können in Isselburg aber auch auf anderem Wege geschützt werden. Ein Überholverbot würde es für viele Autofahrer unattraktiv machen, überhaupt die Abkürzung über den Dierteweg oder die Pferdehorster Straße zu nutzen. Darüber hinaus wollen wir auf dem Dierteweg und der Pferdehorster Straße auch erprobungsweise Strecken einrichten, wo Fahrbahnmarkierungen für Radfahrer aufgebracht werden. Diese könnten ergänzend zum Aufstellen von Gefahrenschildern „Vorsicht Radfahrer“ auf die Straße kommen“, schlägt FDP-Fraktionschef Kevin Schneider vor.

Weitere Straßen in den Blick nehmen

Ein Überholverbot von Radfahrern für mehrspurige Fahrzeuge kommt nicht nur auf dem Dierteweg in Betracht. Der Bürgermeister soll nach dem Antrag der Freien Demokraten beauftragt werden, andere von Radfahrern stark befahrene Straßen auszumachen, die nicht die nötige Breite zum Überholen haben. Dort solle dann überprüft werden, ob ebenfalls das neue Verkehrsschild aufgestellt werden könne.

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